On y va!!! Drei europäische Organisationen setzen sich gemeinsam für eine bessere europäische Integrationspolitik ein.

Mit der Hilfe unserer grandiosen, nicht müde werdenden Unterstützer*innen haben wir im Sommer eine Förderung der Boschstiftung in Zusammenarbeit mit dem DFI gewonnen.

On y va ist ein Format, das deutsch- französische und europäische Beziehungen auf niederschwelliger Ebene fördern soll.

Es gab 5000 Euro, die Projekte wie „gemeinsam durch das Elsass radeln“ bis zu Theaterkooperationen deutscher und französischer Unis gleichermaßen erhalten konnten.

In diese Mischung haben wir uns einfach auch gestürzt und zwar mit der Idee uns mit einer spanischen und einer französischen gemeinnützigen Organisation zu vernetzen und uns über Integrationskonzepte auszutauschen.

Bei der Auswahl war es uns wichtig ein möglichst breites Spektrum von Wissen zur Integrationsarbeit abzudecken. Daher fragten wir aus Frankreich den Verein Utopia an, der sich hauptsächlich mit Nothilfe (in Camps rund um Calais aber auch z.B. in Paris) beschäftigt und aus Spanien die Organisation Acoge, die eine Art Dachverband für Migrations- und Hilfsorganisationen in Teilen Spaniens ist. So konnten wir sowohl eine europäische Praxis orientierte als auch politische Expertise hinzu gewinnen. Beide Organisationen hatten große Lust auf den Austausch und so trafen wir uns zum 1. Mal im Oktober in Berlin, um ein gemeinsames Austauschprogramm zu entwerfen.

Die unterschiedlichen nationalen politischen Herangehensweisen beim Thema Asyl waren sehr überraschend und erschreckend für uns alle- hierzu werde ich in einem der nächsten Blogs noch detaillierter schreiben.

Positiv stimmte uns, dass wir alle ähnliche Vorstellungen von Integrationsarbeit haben und uns daher zu einem gemeinsamen Ziel machen konnten, diese in den politischen Dialog auf europäischer politischer Ebene einzubringen.

Wir werden die Planung hierzu in den noch ausstehenden zwei Treffen verfestigen und dann darüber berichten.

Die Förderung der Boschstiftung ermöglicht nun, dass wir uns noch zweimal treffen können: Im Januar in Paris und Calais. Dort werden wir – zusätzlich zu weiteren Strategieplanungen – im Camp übernachten und Winternothilfe leisten und uns auch in Paris ein Bild von der Situation der Menschen zu machen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Das letzte geförderte Treffen findet im März in Spanien statt. Da werden wir zu der Enklave Melilla reisen um ein Bild von der Situation der Menschen vor Ort zu bekommen und dort mit gemeinnützigen Organisationen zu sprechen. Außerdem werden wir ein illegales Camp von Obstpflücker*innen besuchen um uns mit ihnen über ihre Situation auszutauschen. Auf dem dritten Treffen wird ein Forderungskatalog entstehen und die drei Organisationen besprechen dann auch weitere gemeinsame Schritte. Wir freuen uns sehr, diese tollen Partner*innen gefunden zu haben und sind überzeugt, dass wir großartig zusammen arbeiten werden!