Betreutes Jugendwohnen – für eine aktive Gesellschaft

Projekt:
„Betreutes Jugendwohnen – für eine aktive Gesellschaft“

Projektzeitraum:
seit 04/2017

Erfahrungen zeigen, dass man am besten ein Teil der Gesellschaft wird, wenn man sich aktiv in sie einbringen kann. Wir ebnen Jugendlichen durch die Vernetzung mit Anwohnenden, Arbeitgeber*innen und dem Ehrenamt diesen Weg. Betreute Wohngemeinschaften bilden den Kern unseres Angebotes.

Welcher Nutzen ergibt sich daraus für die Bewohner*innen? Ziel des Betreuten Jugendwohnens ist es, die sozialräumlichen Ressourcen vor Ort zu nutzen, um Jugendliche –  insbesondere alleinreisende Minderjährige mit aktueller Fluchtbiografie – in ein soziales Netzwerk einzubinden. Aufbauend auf ihren individuellen Interessen, Fähigkeiten und Bedarfen sollen sie, beispielsweise auch in Gestalt von Pat*innenschaften, Anschluss an die Berliner Bevölkerung finden. Auf Seite der Anwohnenden schafft der interkulturelle Brückenbau wo gewünscht Raum für Teilhabe. Der direkte Kontakt zu jungen, engagierten Menschen mit aktueller Fluchtbiografie beugt Konflikten vor, fördert die aktive Hausgemeinschaft und ermöglicht allen Bewohner*innen die aktive Beteiligung an der Integration.

Erreicht wird dieses Ziel der interkular gGmbH durch ein integriertes Wohn-, Arbeits-, und Nachbarschaftskonzept. Grundlage bildet die Unterbringung der Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft in kleinen Wohngemeinschaften, bestehend aus zwei bis vier Personen (Betreutes Einzelwohnen/ Betreutes Jugendwohnen). Zwei bis drei Wohngemeinschaften mit insgesamt ca. acht Bewohner*innen bilden im Falle des betreuten Jugendwohnens eine Wohngruppe. Neben der Unterbringung, Versorgung und Verpflegung der Jugendlichen spielen bei dem ganzheitlichen Integrationskonzept von interkular insbesondere auch

    • die sozialpädagogische Betreuung und erzieherische Hilfe
    • die Begleitung in die (Sprach-)Schule
    • die berufliche Orientierung
    • die Qualifizierung und Ausbildung
    • sowie die Vernetzung in den lokalen sozialen Raum

eine zentrale Rolle. Ein Sozialteam aus Projektleiter*in, Sozialarbeiter*in, Erzieher*in und zwei Integrationsbegleiter*innen mit eigener Fluchtbiografie (Perspektivcoaches) betreut die Jugendlichen und gewährleistet eine Begleitung von frühmorgens bis spätabends sowie im Bedarfsfall am Wochenende. Die Jugendlichen werden auf ein selbstständiges Leben vorbereitet und beim Aufbau interkultureller Brücken zu der unmittelbaren Nachbarschaft aktiv eingebunden. Ihnen werden zahlreiche Möglichkeiten geboten, an beruflichen Orientierungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen und Interesse für eigenes ehrenamtliches Engagement zu entwickeln.

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