Die Interkulturellen Tage Neukölln

Projekt:
„Die Interkulturellen Tage – Für eine solidarische Nachbarschaft“

Die Interkulturellen Tage in Neukölln sind Teil des Projekts „Südkieznetzwerk: Aufbau einer Nachbarschaftsplattform für die Teilhabe der Anwohnenden am Quartierswandel

Auftraggeber:
QM Schillerpromenade/ Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

Das Projekt „Interkulturelle Tage“ ist der Auftakt für eine zweieilige Zielsetzung zur gesellschaftliche Teilhabe im Rahmen unserer Stadtteilarbeit gewesen. Diese Zielsetzung besteht zum einen aus ehrenamtlichem Engagement in allen Teilen der Stadtteilgesellschaft. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen demographischen Gruppen ist uns hier ein besonderes Anliegen, um eine offene und solidarische Gemeinschaft zu verstetigen. Und zum anderen aus der Schaffung einer Infrastruktur, durch die Menschen mit aktueller Fluchtbiografie selbstbemächtigt Stück für Stück konzeptionell im Kiez mitarbeiten können. Wo zunächst in der deutschen Willkommenkultur Menschen mit aktueller Fluchtbiografie die Rolle der Empfangenden, dann die der operativ Mithelfenden zugewiesen wurde, ist es nun die gesellschaftliche Aufgabe diese Menschen als gleichberechtigt zu sehen und zu behandeln und zwar durch das aktive Einbinden in konzeptionelle Mitarbeit. Immer noch gibt es kulturelle Missverständnisse auf allen Seiten, sodass niederschwellige Angebote wie ein Fest zum Zusammenkommen mit kulturübergreifenden Elementen wie Musik und Essen einen symbolisch fruchtbaren Boden für eine gemeinschaftliche Identität bilden.

Unsere Interkulturelle Tage wurden im Rahmen des Berliner Freiwilligentage veranstaltet. Im Vorlauf des Projektes wurden Veranstaltungsorte und Mithelfende aus dem Kiez identifiziert, und in die Planung der Festtage eingebunden. Auf dem Wartheplatz kamen dann Neuköllner*innen aus dem Kiez zusammen zum Flohmarkt, für Live-Musik, zum Essen, Trinken, Spielen und Lernen. Auf dem Coop-Campus gab es künstlerische Angebote. An beiden Orten arbeiteten Menschen mit aktueller Fluchtbiografie gemeinsam mit der etablierten Nachbarschaft.  Mehrsprachige, generations- und klassenübergreifende Teams übernahmen erfolgreich einzelne Arbeitsbereiche in der Konzeption und in der Durchführung.

Am zweiten Tag unterstützten wir das Welcome Festival 2017 auf dem Tempelhofer Feld. Da dieses parallel zu unseren Interkulturellen Tagen statt fand, entschieden wir uns im Sinne der symbiotischen und ressourcen-orientierten Gemeinwohlarbeit, unsere Aktivitäten auf dem Feld an das Festival anzupassen. Menschen mit aktueller Fluchtbiografie konzipierten eine an das Festival angepasste Tour übers Feld, um den Teilnehmenden ihren Zugang zur Nachbarschaft kulturell, sozial und ökonomisch am Beispiel des zentralen Ortes Tempelhofer Feld zu erläutern.

WO?

Tag 1: Wartheplatz und Coop Campus

Tag 2: Welcome Festival 2017, Tempelhofer Feld

WANN?

Tag 1: 08.09.2017, 16-20 Uhr

Tag 2: 09.09.2017, 13-18 Uhr

 

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