Befragung im Südkiez im Sommer 2017

Befragung im Südkiez im Sommer 2017

Hintergrund für die Befragung war die Notwendigkeit von mehr Einsicht bezüglich der Nutzung von öffentlichem Raum und Angeboten im Südkiez. Dabei sollte in erster Instanz geprüft werden, mit welcher Zielgruppe wir es zu tun haben, welche Bedarfe und Bedürfnisse es gibt und inwiefern diese sich decken mit den dort ansässigen Projekten.

 
Unseren Fokus haben wir dabei auf Anwohner*innen des Südkiezes gelegt. Um eine möglichst breite Menge zu erreichen, sind unsere Kiezfritzen, in Form eines bilateralen Teams, zur Befragung losgezogen. Mit ihrer Hilfe wollten wir sowohl Sprachbarrieren vorbeugen, als auch den generationsübergreifenden Dialog fördern.
Zeitgleich fand eine Bestandsaufnahme statt, bei der alle Einrichtungen im Südkiez erfasst wurden.

Befragte und Methode:

Befragt wurden insgesamt

      • 189 Personen
      • davon ca. 85 % auf Deutsch, 5 % auf Englisch und der Rest auf Arabisch
      • berücksichtigt sind dabei auch 27 Personen, die beim Positionsbarometer1 teilgenommen habe
      • sowie 40 Personen, die Antwort bei den Momentaufnahmen2 gegeben haben

Die Burano Methode3 hat die Bewegungen im Kiez erfasst und sollte Aufschluss darüber geben, inwiefern Anwohner*innen des Südkiezes die bestehenden Angebote des öffentlichen Raumes nutzen.

Kurzvorstellung der Ergebnisse:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erläuterungen:

1 Positionsbarometer

Mit dieser Methode wurden den Teilnehmenden Aussagen/Antworten aus dem Befragungsbogen genannt, zu denen sie sich auf einer Achse entsprechend dem Grad ihrer Zustimmung positionieren sollten. Diese Achse wurde an einem sichtbaren und freien Platz gezogen (z. Bsp. mit Kreide) und jeweils in die Antwortmöglichkeiten eingeteilt. Die Frage erfolgte mündlich von einem der Kiezfritzen und die Teilnehmenden musste sich dann entlang der Achse entsprechend ihrer Antwort aufstellen. Anschließend wurden die so generierten Antworten in den Befragungsbogen übertragen.

2 Momentaufnahmen

Die Momentaufnahmen in Form von kurzen ad-hoc-Befragungn umfassten Fragen wie:

  1. Was wünschst du dir in deinem Kiez?
  2. Was wünscht du dir für deinen Kiez?
  3. Was fehlt dir in deinen Kiez?
  4. Was bedeutet Nachbarschaft für dich?
  5. Gibt es etwas, was du gerne in deiner Nachbarschaft anbieten oder teilen wollen würdest?
  6. Was brauchst du dafür?

3 Burano-Methode

Die Methode erfasst die Bewegung im Kiez und sollte Aufschluss darüber geben, inwiefern Anwohner*innen des Südkiezes die bestehenden Angebote des öffentlichen Raums nutzen. Dafür wurde an drei zentralen Standorten rund um den Südkiez eine Person von den Kiezfritzen platziert, die über einen Zeitraum von mehreren Stunden und zu unterschiedlichen Tages- und Abendzeiten die Menschen gezählt und die Bewegungsrichtung auf einem Standplan (Ausschnitt vom Bezirk) skizziert hat. Plätze waren der zweite Haupteingang zum Tempelhofes Feld auf Neuköllner Seite, der Anita Berber Park, Haupteingang Oderstraße/ Warthestraße, am Wartheplatz und an der Brücke der Oderstr (S-Bahn Ring) zwischen Siegfried- und Silbersteinstraße.

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